Kreta ist die größte griechische Insel und die fünftgrößte Insel im Mittelmeer. Durch das herrschende Mittelmeerklima und durch die zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten ist die Insel bei zahlreichen Touristen beliebt geworden. Heute zählt Kreta zu den Hauptattraktionen Griechenlands. Auch wenn die Insel bei zahlreichen Touristen sehr beliebt ist, kennen nur wenige die eindrucksvolle Geschichte und Kultur der Region. Schon aus dem Jahr 6500 v. Chr. findet man die erste Besiedlung auf Kreta. Zunächst lebten die Menschen in Höhlen, doch mit der Zeit baute man auf der Insel Häuser aus Bruchstein, die mit Holzdächern bedeckt wurden. Langsam entwickelte sich auch die Landwirtschaft auf Kreta, so dass die Menschen immer mehr die Notwendigkeit nach Geräten und Werkzeugen fühlten. Um das Jahr 2600 v. Chr. wurden die Bronzewerkzeuge eingeführt. Langsam entwickelten sich zivilisierte Stämme. Charakteristisch für die nächsten Jahre auf Kreta waren die Bauten der alten Paläste. Ungefähr 1900 v. Chr. wurden zahlreiche Paläste errichtet. Heute sind viele von ihnen noch erhalten und stellen die Hauptattraktionen der Insel dar. Der bekannteste Palast, der aus dieser Zeit stammt, ist der Palast von Knossos. Die Zeitspanne 1700-1500 v. Chr. symbolisiert für Kreta eine goldene Zeit, denn in dieser Zeit entwickelte sich der Seehandel. Mit dem Seehandel wurden neue Technologien auf Kreta eingeführt. Dieser Einfluss führte zu einer starken wirtschaftlichen Entwicklung der Insel. Es entstanden Handelsniederlassungen in Kleinasien und in Afrika. Die Katastrophe aus dem Jahr 1500 v. Chr. (Vulkanausbruch des Santorins) veränderte die Struktur der Insel. Noch heute kann man auf dem Gebiet Ablagerungen aus Asche finden.
Archiv für April 2007
Die Frühgeschichte der Insel Kreta
Sonntag, 22. April 2007Geschichte der Insel Kreta
Freitag, 06. April 2007Die Insel Kreta ist seit dem 6.Jahrtausend v.Chr. kontinuierlich besiedelt. Nach Vorstufen in der Jungsteinzeit schufen die vorgriechischen Kreter unter dem Einfluss der Hochkulturen des östlichen Mittelmeerraums seit etwa 3000 v.Chr. die bronzezeitliche minoische Kultur. Die Insel scheint in der ersten Hälfte des 2.Jahrtausends v.Chr. ein einheitliches, von Knossos aus beherrschtes, Seereich gebildet zu haben. Mit den Palästen von Knossos, Phaistos, Mallia, Kato Zakros u.a. war Kreta bis in die mykenische Zeit der kulturelle Mittelpunkt des Ägäischen Meeres. Nach 1400 v.Chr. eroberten die Achaier von der Peloponnes aus Kreta und um 1200 v.Chr. folgten die Dorer, die dort eine große Zahl unabhängiger Stadtgemeinden gründeten (inschriftlich erhalten ist das Stadtrecht von Gortyn). 67 v.Chr. wurde die Insel römisch und kam 395 n.Chr. an das Oströmische (Byzantinische) Reich, war danach im Besitz der Sarazenen, dann wieder byzantinisch und kam Anfang des 13.Jahrhunderts an Venedig (nun oft Candia genannt). 1645 n.Chr. erfolgte der erneute Anschluss an das Osmanische Reich. Im 19. Jahrhundert versuchte sich Kreta durch zahlreiche Aufstände zu befreien, 1898 n.Chr. erhielt es das Recht zur Selbstverwaltung unter griechischem Einfluss und wurde 1913 n.Chr. mit Griechenland vereinigt. 1941 bis 1945 n.Chr. war Kreta von deutschen Truppen besetzt.