Archiv für die Kategorie ‘Tourismus’

Badeurlaub auf Kreta

Dienstag, 14. Dezember 2010

Dass Kreta die größte der griechischen Inseln ist, dürfte kein Geheimnis sein. Auch dass der Hauptinsel einige kleinere vorgelagert sind, ist zumindest in Griechenland bekannt. Aber dass eine von ihnen der südlichste bewohnte Ort Europas ist, dürfte für alle Quizzer eine Herausforderung darstellen. Der Name dieser Insel ist Gavros. Die Landschaft von Kreta ist recht wild und gebirgig, mit Höhenzügen bis 2500 m. Viele Touristen kommen wegen der griechischen Geschichte und Mythologie auf die Insel, einige auch, um an den Stränden einen schönen Badeurlaub zu verbringen. Eine Auswahl der Strände soll hier kurz vorgestellt werden.

Der Dreichfachfelsen Triopetra

Wir finden hier nahe der Ortschaft Lambi an der Südküste einen typischen Sand-Kiesel-Strand vor.
Das Gebiet ist sehr dünn besiedelt und die Tourismusbranche hat diesen Strand durch den Bau von Ferienhäusern und Tavernen für Badeurlauber erschlossen. Sogar an ein in Strandnähe befindliches Yogacenter wurde gedacht. Die Unterwasserwelt ist sehr vielfältig und reizvoll für Sporttaucher und Schnorchler.

Red Beach

Dieser Strand stellt etwas ganz Besonderes dar. Er ist nur mit dem Boot oder zu Fuß erreichbar, da er sehr abgelegen ist. Seinen Namen erhielt er vom roten Sand. An diesem Strand ist Massentourismus unerwünscht, da sich hier der Eiablageplatz einer bestimmten Art von Schildkröten befindet.

Palmenstrand von Preveli

Der Name dieses Strandes ist das Synonym schlechthin für den Badeurlaub auf der Insel Kreta. Von Felsen umgeben, liegt er, wie die meisten Strände, an der Südküste. Dieser Sandstrand wird von Palmen umsäumt und ist schon fast kitschig schön. Allerdings sollte man auch hier Rücksicht auf die Umwelt nehmen, da das Umland Naturschutzgebiet ist.

Komos

Und hier noch ein Tipp für Surfer. Durch seine Ausrichtung von Süd nach Nord weist der Strand eine nach Westen weisende Uferlinie auf. Die hier vorherrschenden Westwinde haben also eine ungehinderte Angriffsfläche und bringen Wellen beachtlicher Höhe hervor. Dieser Strand darf gegenwärtig nicht bebaut werden, da in näherem Umfeld noch nach Altertümern gegraben wird. So gibt es hier auch bis auf eine einzige Taverne so gut wie gar nichts.

Hier können nur einige wenige Strände vorgestellt werden. Auf Kreta gibt es derer gar viele und jeder Freund des Badens, Schwimmens, Surfens oder Tauchens wird auf dieser Mittelmeerinsel das Richtige für sich finden.

Die Aradena Schlucht auf Kreta

Freitag, 20. August 2010

Kreta, wie die meisten der griechischen Inseln, ist landschaftlich extrem vielfältig und vermutlich auch deshalb als Urlaubsinsel so überaus beliebt. Neben traumhaften Stränden finden sich im Innern des Landes auch atemberaubende Gebirgspassagen sowie riesige Schluchten. Die Aradena-Schlucht im Süd-Westen der Insel ist eine dieser Schluchten, die in ihren Ausmaßen wirklich beeindruckend wirken. Bei Touristen ist die Aradena-Schlucht weniger bekannt, was sie für Reisende, die auf touristische Massenansammlungen keinen großen Wert legen, besonders attraktiv macht. An der engsten Stelle der Schlucht, nahe dem Dorf Aradena, wirkt sie schon einigermaßen bedrohlich, denn fast senkrecht gehen die Felsen dort knapp 140 Meter in die Höhe. Unten sind die Felswände gerade 8 Meter von einander entfernt, oben an der Schlucht sind es hingegen schon 25 Meter.
Über einen ausreichend befestigten Saumpfad gelangt man die Schlucht hinunter. Bis in die späten 80er Jahre war dies auch die einzige Möglichkeit, die Schlucht zu durchqueren und so von Anopolis ins besagte Aradena und von dort nach Agios Ioannis zu gelangen. Das ist auch der Grund, aus dem 1986 ein ehemaliger Bewohner aus Agios Ioannis, den es in die USA verschlagen hatte, eine Brücke spendete. Laut eigener Aussage war es ihm die Investition wert, seinem Heimatdorf die Möglichkeit zu bieten, eine komfortabel befahrbare Strecke zwischen Anopoli und seiner früheren Heimat zu nutzen.
Nötig ist es heute also nicht mehr, den Pfad durch die Schlucht zu nehmen, doch empfehlenswert ist es in jedem Fall. Im Gegensatz zu früher ist es heute auch möglich, über einen Saumpfad ohne Kletterausrüstung vom Meer bis nach Aradena zu wandern. Der Weg dauert ca. 3 Stunden und bietet dabei spektakuläre Ausblicke und Eindrücke. Wer an exotischen Pflanzen interessiert ist, der sollte die Felswände im Auge haben, denn dort wachsen zahlreiche Pflanzen, die es nur auf Kreta und nirgends sonst auf der Welt gibt.