Wirtschaft und Infrastruktur

Der wichtigste Wirtschaftszweig der griechischen Insel Kreta ist ohne Zweifel der Fremdenverkehr. Die klimatischen und touristischen Besonderheiten der Insel locken in jedem Jahr hunderttausende Besucher nach Kreta. Auch die jüngsten wirtschaftlichen Verwerfungen Griechenlands beeinflussen den Tourismus auf Kreta kaum negativ. Aber auch die Landwirtschaft spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Vorrangig werden Oliven, Wein und Obst angebaut. Dabei wird ein großer Teil der Weinernte auf Kreta für die Produktion von Rosinen verwendet, da die klimatischen Voraussetzung für die Trocknung der Weinbeeren wegen des langen sonnenreichen Herbstes ganz hervorragend sind. Die Ebenen im Südosten Kretas werden für viele Kulturen genutzt, die in Treibhäusern gedeihen. Dort werden Salat und Gemüse gezogen, die sowohl für den eigenen Bedarf als auch für den Export geerntet werden. Innerhalb der Europäischen Union zählt Kreta zu den wichtigsten Exporteuren von Olivenöl. In den 90 er Jahren wuchsen etwa 15 Millionen Olivenbäume auf rund 45 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche. In Nordkreta, nahe der Ortschaft Kavousi, findete man einen der wohl ältesten Olivenbäume der ganzen Welt.

Mit Iraklion, Sitia und Chania kann die Insel drei Flughäfen vorweisen, die in Ihrer Gesamtheit einen nicht unbedeutenden wirtschaftlichen Faktor darstellen. Allerdings wird Sitia nur national angeflogen. Fährverbindungen existieren von Athen (Piräus) und auch ganzjährig nach Thessaloniki, nach Karpathis, nach Santorin und nach Rhodos. Das wichtigste Verkehrsmittel auf Kreta ist ohne Frage der Bus. Eine Eisenbahnlinie existiert auf der Insel nicht. In den letzten drei Jahrzehnten wurde das Straßennetz ausgebaut, wobei die Europastraße 75 derzeit zur Autobahn erweitert wird. Der bis dato benachteiligte Süden Kretas wird besonders von diesem Ausbau profitieren.

Mit der Universität Kreta und der Technischen Universität Kreta kann die Insel zwei national und international hoch stehende Bildungseinrichtung vorweisen. Einige Hochschulen, wie das Technische Ausbildungsinstitut Iraklio, rundet das recht gute Bildungsangebot ab.

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